Wirklich genau sagen, wann das Baby sich auf den Weg macht, kann niemand. Es gibt allerdings einige Anzeichen, die viele Frauen kurz vor der Geburt an sich bemerkt haben. Ich kann auch nur berichten, wie sich das bei mir verhalten hat.

Ich hatte drei Tage vor der Geburt ziemlich starke Vorwehen. Ich lag nachts im Bett und die Wehen kamen alle 10 bis 20 Minuten und über einen Zeitraum von etwa drei Stunden. Ich dachte schon, jetzt geht es los, aber irgendwann bin ich eingeschlafen und die Wehen waren verschwunden. Am nächsten Tag habe ich dann Durchfall bekommen. Ich hatte gelesen, dass das wohl häufiger beobachtet wird, aber ich machte mir keine großen Hoffnungen, denn ich hatte noch zwei Wochen Zeit bis zum errechneten Geburtstermin. Am darauffolgenden Tag hatte ich dann wieder starke Vorwehen und zwar den ganzen Tag. Ich hatte mir vorgenommen meine Ärztin aufzusuchen falls die Wehen die Nacht über andauern würden. Naja, ich bin dann irgendwann ins Bett gegangen, die Vorwehen waren wieder verschwunden. Am nächsten Morgen wurde ich um sieben Uhr wach und bemerkte, dass etwas mein Bein hinunter lief, mir war die Fruchtblase geplatzt und mein Sohn hatte sich auf den Weg gemacht. Achteinhalb Sunden später konnte ich ihn in den Armen halten!

Anzeichen, dass die Geburt kurz bevorsteht, können sein:

  • Abgang des Schleimpfropfs,
  • Vorwehen,
  • Unruhe,
  • Rückenschmerzen,
  • Muskelzittern,
  • Übelkeit, Erbrechen,
  • Erschöpfung,
  • viele Frauen putzen nochmal und bereiten alles für den Neuankömmling vor.

Man kann die Geburt nicht erzwingen. Das Baby macht sich auf den Weg, wenn die Zeit reif dazu ist.

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Eigentlich war ich der festen Überzeugung, die Geburt meines Sohnes ohne Schmerzmittel und PDA (= Periduralanästhesie) zu überstehen. Heute ziehe ich den Hut vor allen Frauen, die dass geschafft haben. Da ich einen vorzeitigen Blasensprung hatte, drückte das Köpfchen meines Sohnes direkt, ohne Puffer, auf den Muttermund. Ich dachte wirklich mein Ende tut sich auf. Ich hatte fürchterliche Schmerzen und habe schier um eine PDA gebettelt.

Der Anästhesist war zum Glück schnell zur Stelle. Er legte den PDA-Katheter und verabreichte mit das Anästhetikum. Ich drehte mich auf den Rücken zurück und merkte sofort, wie mein kompletter Unterkörper warm wurde. Ich spürte die Eröffnungswehen zwar noch, aber die Schmerzspitzen waren verschwunden. Kurz danach begannen dann auch schon die Presswehen und ca. drei Stunden später war mein Sohn auf der Welt.

Ich hatte mir die Wirkung der PDA völlig anders vorgestellt. Es waren wirklich nur die extremen Schmerzzustände verschwunden. Ansonsten spürte ich alles. Kurz nach der Geburt konnte ich völlig normal aufstehen, ohne weiche Knie oder Schwindel.

Ich möchte auf jedenfall noch ein Kind und bei der nächsten Geburt würde ich mir die PDA vermutlich etwas früher setzten lassen.