Laut dem Mutterschutzgesetz gelten für Schwangere, die in einem Angestelltenverhältnis stehen, Zeiten, in denen sie nicht arbeiten müssen bzw. dürfen. Sechs Wochen vor der Geburt muss man als Schwangere nicht mehr arbeiten, acht Wochen nach der Geburt darf man nicht arbeiten (bei Mehrlings- und Frühgeburten zwölf Wochen). In dieser Zeit erhält die Frau Mutterschaftsgeld. Weiter lesen »

Nach der Geburt des Kindes muss man beim Arbeitgeber einen schriftlichen Antrag auf Elternzeit stellen. Dieser Antrag muss bis spätestens zwei Wochen nach der Geburt gestellt werden und muss die Angabe über die Dauer der Elternzeit beinhalten.

Man kann heute oft das Kind nach der Geburt im Krankenhaus anmelden. Ist das nicht möglich muss man zum Standesamt des Geburtsortes. Die Anmeldung muss innerhalb einer Woche nach der Geburt erfolgen. Ein paar Tage später kann man die Geburtsurkunden dann im Krankenhaus oder dem Standesamt abholen.

Man erhält vier zweckgebundene Geburtsurkunden:

  1. Geburtsurkunde für das Elterngeld
  2. Geburtsurkunde für die Famlienkasse
  3. Geburtsurkunde für die Krankenkasse
  4. Geburtsurkunde für religiöse Zwecke.

Diese vier Geburtsurkunden sind kostenlos. Für jede weitere muss man sieben Euro bezahlen.

Man benötigt für die Anmeldung:

  • Personalausweise
  • Heiratsurkunde oder beglaubigte Abschrift aus dem Familienbuch
  • Geburtsbescheinigung der Klink

Bei nichtverheirateten Paaren:

  • Personalausweise
  • Abstammungsurkunden
  • Geburtsbescheinigung der Klinik
  • Vaterschaftsanerkennung (falls schon erfolgt).

Bei der Anmeldung des Babys erfolgt die Wahl des Namens und des Familiennnamens.

Weitere Erledigungen und Formalitäten vor und nach der Geburt:

Vor der Geburt informiert man seine Krankenkasse über die Schwangerschaft. Die Krankenkasse schickt ihnen dann einen Antrag auf Mutterschaftsgeld und einen Antrag auf Familienversicherung zu.

Wenn das Baby dann auf der Welt ist, schickt man die zweckgebundene Geburtsurkunde im Original für die Krankenkasse, die man vom Geburtsstandesamt erhalten hat, und den ausgefüllten Antrag auf Familienversicherung an die Krankenkasse. Nach etwa zwei Wochen erhält man eine Krankenversicherungskarte für das Kind.

Anschließend erhält man noch eine Bescheinigung über die Zahlung des Mutterschaftsgeldes, die man dem Elterngeldantrag beilegen muss.

Das ist das Procedere bei nicht verheiratenden Paaren bzw. bei Ehepaaren, bei denen beide gesetzlich versichert sind.

Wenn ein Ehepartner privatversichert ist und die gestzliche Beitragsbemessungsgrenze überschreitet, dann muss das Kind bei diesem Ehepartner versichert werden.

Den Kindergeldantrag schickt man nach der Geburt mit einer Geburtsurkunde im Original des Kindes an die Familienkasse des zuständigen Arbeitsamtes. Die Geburtsurkunde für den Kindergeldantrag erhält man als zweckgebundene Geburtsurkunde mit den anderen vom Geburtstandesamt ausgestellten Geburtsurkunden. Den Kindergledantrag kann man sich über das Internet ausdrucken. Die Bearbeitung geht meistens recht schnell. Der Bescheid kam bei uns schon nach etwa zwei Wochen. Zur Zeit beträgt das Kindergeld 154 Euro im Monat.

Für Eltern mit einem geringen Einkommen gibt es übrigens auch die Möglichkeit einen Kinderzuschlag zubeantragen