Wie bei den meisten Familien mit Kindern haben auch unsere Kinder viel zu viel Spielzeug. Ich räume dann gelegentlich das Zimmer aus und bringe Spielsachen, mit denen sie derzeit nicht spielen, in den Keller. Ab und an holen wir dann das ein oder andere auch wieder nach oben. Dann werden die Spielzeuge wieder neu entdeckt. Das geschah heute bei meinem fast fünf Jahre alten Sohn mit einer Kiste bunter Holzbausteine. Er baute damit tolle Häuser und hohe Türme. Wir saßen eine ganze Weile auf dem Fußboden und haben uns im Bauen immer wieder übertroffen. Auch meine Tochter (fast 2) war begeistert. Erst reichte sie uns die Steine aus dem Karton, dann begann sie selbst kleine Türme mit fünf bis sechs Steinen zu stapeln. Wir hatten großen Spaß auch wenn die gebauten Kunstwerke meist nicht lange stehen blieben. Das Meisterstück meines Sohnes war allerdings ein Räumfahrzeug mit Streubehälter. Als ich zum Essen rief, war er kaum von dem neu entdeckten Spielzeug weg zubekommen. Also, mein Fazit ist, Holzbausteine sind ein klassisches und für fast alle Altersgruppen geeignetes Spielzeug. Sie sind nicht teuer und es gibt sie auch zum Beispiel von HEROS mit dem Öko-Test Prädikat “sehr gut”. Vielleicht eine gute Geschenkidee zu Weihnachten.

Ich habe kürzlich in der Zeitschrift der AOK-Baden-Württemberg einen Artikel zum Thema Jungspädagogik gelesen und fand diesen sehr interessant. Ich habe einen Sohn und eine Tochter und wirklich Gedanken über das Thema habe ich mir nicht gemacht. Für uns als Eltern aber, viel mir dann auf, machen wir in der Freizeit schon sehr viel, was die Vorlieben unseres Sohnes betrifft. Er braucht zum Beispiel viel Bewegung, ist gerne draußen und räubert mit seinen Freunden rum. Dabei wird viel im Matsch und Sand gewühlt. Außerdem ist er sehr an Fahrzeugen, Technik und Werkzeugen interessiert. Er hilft gern bei der Arbeit im Garten oder beim Heimwerken mit. Aber auch ehr “weibliche” Arbeiten, wie kochen, backen oder putzen machen ihm großen Spaß und so lassen wir ihn so oft wie möglich mithelfen.
Ich habe dann mal über die Angebote im Kindergarten nachgedacht, weil dieser Artikel das spezielle Angebot in Kindergärten und Schulen anspricht. Dabei viel mir auf, dass die drei Gruppenräume für beide Geschlechter Schwerpunkte setzen. Das Verhältnis ist, wie ich finde, ausgeglichen. Auch der Außenbereich mit Matschanlage und Tretfahrzeugen bietet einiges für die Jungs. Allerdings finde ich die speziellen Angebote für Vorschule und Projekte im Thema doch eher “mädchenlastig”. Hier wird zum Beispiel eine Suppe gekocht oder sich der Bildbetrachtung gewidmet. Nicht, das ich das nicht gut finde, aber man könnte auch mal mit den Kindern statt in die Kunsthalle ins Unimogmuseum gehen. Ich habe den Artikel dann als kleine Anregung der Erzieherin meines Sohnes kopiert und sie hat diesen mit großem Interesse entgegen genommen. Das Thema Jungspädagigik war mir als nicht Pädagoge nicht wirklich präsent und doch macht man als Eltern aus dem Bauchgefühl heraus schon viel, was speziell ein Junge zu einer gesunden Entwicklung benötigt. Ich finde es wichtig, sich und seine Erziehung immer wieder zu überdenken und weiterzuentwickeln. Denn die Anforderungen der Kinder an uns und an unsere Erziehung steigt mit jedem Lebensjahr.

Eine Kleinkindpädagogin sagte mir neulich, dass die Trotzphase inetwa die Pubertät der kleinen Kinder sei. Sie werden im Alter von etwa drei bis vier Jahren mit Gefühlen konfrontiert, die sie so noch nicht kennen und mit denen sie ertsmal lernen müssen umzugehen.

Mein Sohn war bislang nicht wirklich hartnäckig, wenn er etwas durchsetzen wollte, aber seit ungefähr 4 Wochen hat sich das ziemlich verändert. Alles fing mit einer sehr provokativen Phase an. Er versuchte den ganzen Tag über mich irgendwie herauszufordern. Danach folgten wieder ein paar ruhiger Tage bis vor zwei Wochen dann die Wutausbrüche und Bockanfälle kamen. Neulich wollte er unbedingt, dass ich meine Hände nach ihm wasche. Ich hatte sie allerdings schon vor ihm gewaschen und weigerte mich es noch einmal zutun. Er stand vor dem Waschbecken und brüllte lautstark. Ich habe ihn dann erstmal in sein Zimmer zum Beruhigen geschickt. Nach weiteren zwei Minuten toben in seinem Zimmer war der Spuk auch wieder vorbei und die Hände wurden gewaschen. Das ist nur ein Beispiel von Anfällen, die er in den vergangenen Wochen hatte. Meistens muss ich innerlich schmunzeln, aber es gibt auch Tage, an denen mich seine Wutausbrüche sehr anstrengen. Ich versuche mir dann zu sagen, dass er einfach mit diesen neuen Gefühlen noch nicht umgehen kann und es zur Entwicklung dazu gehört. Ich erkenne ihn manchmal garnicht wieder. In einem halben Jahr wird er vier und ich bin guter Dinge, dass sich die Lage dann wieder entspannt. Ein kleiner Mensch muss eben noch viel Lernen und ich freue mich schon auf die Pubertät!

Vor einiger Zeit wurde ich von myToys angesprochen, ob ich mir vorstellen könnte für sie Produkte, sprich Spielwaren, zu testen. Da ich zwei kleine Kinder habe, war ich natürlich gerne dazu bereit, denn ich darf die Spielsachen nach dem Test behalten.

Irgendwann kam dann ein Paket zu uns nach Hause. Ich hatte lediglich darum gebeten etwas für Jungs im Alter von drei Jahren zubekommen. Als ich das Paket öffnete, war ein Lego Duplo Polizeitransporter darin. Ich musste sehr lachen, denn als hätte myToys es gerochen, haben sie den Nagel auf den Kopf getroffen. Mein Sohn war nämlich gerade in der Polizeiphase. Wir gingen im Haus auf Streife und verhafteten imaginäre Diebe. Da er schon das Polizeiauto von Lego Duplo hatte, kam ihm der Transporter gerade recht. Wir bauten eine Polizeistation aus den schon vorhandenen Legosteinen und ich musste über Wochen jeden Nachmittag mit ihm Polizei spielen. Der Polizeitransporter ist, wie man es von Lego Duplo kennt, von bester Qualität und unzerstörbar. Er spielt sehr gerne damit.

Ich habe mich neulich gefragt, wie lange sollten Kinder eigentlich Lauflernschuhe tragen?

Mein Sohn ist kürzlich drei geworden und ich habe ihm seit er die ersten Gehversuche gemacht hat, immer Babyschuhe oder später dann Kinderschuhe mit erhöhtem Schaft und weicher Sohle gekauft, was einen Lauflenschuh ja ausmacht. Ich habe immer Markenschuhe gekauft, was bei dem schnellen Wachstum von Kinderfüßen im ein oder anderen Jahr ziemlich ins Geld gegangen ist. Nun ist er drei Jahre alt und ich denke, ich kann jetzt auch Schuhe ohne erhöhten Schaft kaufen.

Schwierig finde ich auch, die richtige Größe zu bestimmen. Ich hole mittlerweile immer die Sohle aus dem Schuh heraus und lasse meinen Sohn sich daraufstellen. Wenn dann vorne noch etwa einen daumenbreit Platz ist, ist das in Ordnung. Da ich meistens die gleiche Marke an Halbschuhen oder Sandalen kaufe, kann ich auch prima, wenn die getragenen zu klein werden, die nächste Größe online bestellen. Die passen dann optimal.

Ich habe mal jemanden gefragt, warum Baby-und Kinderschuhe eigentlich so teuer sind. Zur Antwort habe ich bekommen, weil der Aufwand der Herstellung der gleiche ist.

Aber gebrauchte Schuhe würde ich meinen Kindern nicht anziehen, Geld hin oder her. Das Fußbett wurde von einem anderen Kind vorgeprägt und führt somit zur einer verfälschten Fußhaltung und damit vielleicht zu Schäden, die den gesamten Knochenapparat betreffen.