Heute vor einer Woche hatte meine Tochter einen Fieberkrampf. Es war das schrecklichste, was ich in meinem Leben bisher erlebt habe. Meine Tochter ist Ende Dezember ein Jahr alt geworden. Sie hatte am Tag des Fieberkrampfes keinerlei Krankheitsanzeichen. Wir haben sie wie immer ins Bett gebracht. Sie ist dann auch sofort eingeschlafen, wurde allerdings nach einer Stunde wieder wach. Sie blabberte vor sich hin. Wir sind erstmal nicht ins Zimmer gegangen, da das in den letzten Wochen öfters mal vorkam. Kurze Zeit später hörten wir über das Babyfon komische Geräusche. Wir überlegten, was sie wohl da mache und schließlich ging mein Mann nach ihr schauen. Er rief mich und als ich ihr Zimmer betrat, übergab mein Mann mir mein bewusstloses Kind. Sie verdrehte die Augen und war völlig schlaff. Ich bat meinen Mann den Notarzt zurufen. Ich war total schockiert. Im ersten Moment dachte ich, sie würde sterben. Im nächsten Moment sah ich, dass sie atmete, zwar unregelmäßig, aber sie war nicht blau. Der Mann von der Rettungsleitstelle beruhigte uns etwas und so warteten wir auf den Notarzt. Meine kleine schlief derweil auf meiner Schulter ein. Als der Rettungswagen eintraf, wurde sie wieder wach und begann zuschreien. Wir wurden mit ihr in die nächste Kinderklinik gebracht. Der Aufenthalt in der Notaufnahme war für meine Tochter sehr traumatisch. Mir ist klar, dass man das Kind untersuchen muss, aber in den Tagen in der Klinik war sie völlig verängstigt. Nach zwei Tagen Klinikaufenthalt, einigen Infusionen und fiebersenkenden Medikamenten durften wir dann wieder nach Hause. Sie schlief in der ersten Nacht daheim 14 Stunden am Stück. Sie war sehr erschöpft. Das EEG wurde drei später poststationär gemacht.
Ihr geht es wieder sehr gut und ich hoffe, das wir einen Fieberkrampf nicht noch einmal erleben müssen. Ich brauche nun auch erstmal ein bißchen Zeit, um das erlebte zuverarbeiten. Ich dachte mein Kind stirbt. Ich kann garnicht sagen, wie schrecklich dieses Gefühl war. Heute weiß ich, dass ein Fieberkrampf eigentlich nichts lebensbedrochliches ist, aber wenn man sein Kind bewusstlos findet, ist das ein riesen Schock. Bei jedem Rauschen des Babyfons würde ich am liebsten nach ihr sehen. Trotzallem sollte man sie jetzt nicht in Watte packen und übervorsichtig mit ihr umgehen. Sie soll sich ja normal entwickeln dürfen.
Was sind Sekundendiebe? Ich habe dieses Wort kürzlich irgendwo gehört. Ich weiß allerdings nicht mehr wo. Ich weiß nur noch, dass es darum ging, dass einem Leute die eigene Zeit stehlen, in dem sie Dinge einfach liegen lassen, wie zum Beispiel Dreck oder Arbeit in anderer Form, die man dann ungerechterweise selbst erledigen muss. Heute morgen hatte ich mich mal wieder an die Hausarbeit gemacht. Mein Mann und mein Sohn haben sich auf den Spielplatz verzogen, allerdings nicht ohne vorher den Sand, der sich noch vom letzten Spielplatzaufenthalt in den Schuhen befunden hatte, auf der Treppe im Flur zu hinterlassen. Ich habe mich dann mit meiner kleinen Tochter daran gemacht, das Chaos in unserem Haus zu beseitigen. Als ich auf der Treppe den Sandhaufen erblickte, musste ich wieder an das Wort Sekundendiebe denken und beim Aufsaugen des Berges überlegte ich mir, wieviele Sekunden das jetzt waren! Nachdem ich die Unordnung im Rest des Hauses einigermaßen in den Griff bekommen hatte, kamen Mann und Sohn wieder nach Hause. Ich konnte ihn gerade noch davon abhalten den Sand aus dem Gummistiefeln erneut auf die Treppe zu schütten. Anschließend fing mein Sohn am Küchentisch an zu basteln. Kurze Zeit später war er damit wieder fertig und wollte sich in sein Zimmer verdrücken. Da kam mir das Wort Sekundendieb erneut in den Sinn und ich habe ihn zum Aufräumen ermahnt.
Tja, irgendwie bin ich schon auch selbst Schuld, dass mir so viel Zeit gestohlen wird. Ich sollte einfach mehr von meinen anderen Familienmitgliedern einfordern. Ok, ich bin manchmal auch ein bißchen pingelig, aber ich möchte es halt für uns alle schön haben. Es tut aber auch niemandem weh, die ein oder andere Kleinigkeit zu erledigen, die dann nicht von meinem Zeitkonto abgeht und wir alle zusammen mehr Zeit als Familie miteinander verbringen können. Übrigens, ich freue mich schon sehr auf unseren bevorstehenden Urlaub!
Eine Kleinkindpädagogin sagte mir neulich, dass die Trotzphase inetwa die Pubertät der kleinen Kinder sei. Sie werden im Alter von etwa drei bis vier Jahren mit Gefühlen konfrontiert, die sie so noch nicht kennen und mit denen sie ertsmal lernen müssen umzugehen.
Mein Sohn war bislang nicht wirklich hartnäckig, wenn er etwas durchsetzen wollte, aber seit ungefähr 4 Wochen hat sich das ziemlich verändert. Alles fing mit einer sehr provokativen Phase an. Er versuchte den ganzen Tag über mich irgendwie herauszufordern. Danach folgten wieder ein paar ruhiger Tage bis vor zwei Wochen dann die Wutausbrüche und Bockanfälle kamen. Neulich wollte er unbedingt, dass ich meine Hände nach ihm wasche. Ich hatte sie allerdings schon vor ihm gewaschen und weigerte mich es noch einmal zutun. Er stand vor dem Waschbecken und brüllte lautstark. Ich habe ihn dann erstmal in sein Zimmer zum Beruhigen geschickt. Nach weiteren zwei Minuten toben in seinem Zimmer war der Spuk auch wieder vorbei und die Hände wurden gewaschen. Das ist nur ein Beispiel von Anfällen, die er in den vergangenen Wochen hatte. Meistens muss ich innerlich schmunzeln, aber es gibt auch Tage, an denen mich seine Wutausbrüche sehr anstrengen. Ich versuche mir dann zu sagen, dass er einfach mit diesen neuen Gefühlen noch nicht umgehen kann und es zur Entwicklung dazu gehört. Ich erkenne ihn manchmal garnicht wieder. In einem halben Jahr wird er vier und ich bin guter Dinge, dass sich die Lage dann wieder entspannt. Ein kleiner Mensch muss eben noch viel Lernen und ich freue mich schon auf die Pubertät!
Vergangene Woche war mein Sohn zum ersten Mal alleine zu einem Kindergeburtstag von einem Kindergartenfreund eingeladen. Er bekam eine Pirateneinladung und als auf dem Umschlag stand: “Du kannst dich gerne als Pirat verkleiden”. war mir klar, dass es sich wohl um eine Mottoparty (Piratenparty) handeln wird. Mein Sohn war natürlich begeistert. Er wollte unbedingt als Pirat verkleidet werden. Ich besorgte ein Geschenk und dieses wurde in Piratengeschenkpapier verpackt. Am Geburtstagnachmittag habe ich mein Sohn nun zur seiner ersten Fete ohne mich gebracht und ein komisches Gefühl war das schon. Er wurde vom Gastgeber-Pirat freundlich empfangen. Auf dem Tisch stand ein riesiges Piratenschiff aus Kuchenteig und Schokolade, mit Gummibärchen und Smarties verziert. Alles war piratenmäßig dekoriert. Ich verabschiedete mich und hinterließ meine Telefonnnummern für den Fall, dass irgendetwas passieren sollte. Mein Mann holte unseren Sohn drei Stunden später wieder ab. Er hatte eine Menge Spaß gehabt, mit seinen Freunden gespielt und eine kleine Tasche mit Süßigkeiten und weiteren Piratenaccesoires, wie Tattoos oder einen Luftballon dabei.
Als dann gleich die nächste Einladung hereinflatterte mit dem Thema Dinosaurier und “In einem Land vor unserer Zeit” machte ich mir langsam Gedanken darüber, mit welcher genialen Idee ich die Kinder zum Geburtstag meines Sohnes begeistern könnte. Dieser ist zwar erst in einem halben Jahr, also im Winter, aber ich glaube heutzutage muss man da wohl ein bisschen mehr auffahren als nur Eier laufen und Sackhüpfen. Ich muss sagen, die Vorgaben der anderen Eltern setzen mich schon etwas unter Druck. Eigentlich möchte ich diesen Wettkampf nicht mitmachen, aber es wird mir wohl nichts anderes übrigbleiben, schließlich möchte ich, dass mein Sohn einen gelungenen Kindergeburtstag feiern kann und seine Freunde bei uns Spaß haben. Wie ich das anstelle überlege ich mir noch. Im Internet habe ich zumindest schon mal sehr schöne Ideen für einen Kindergeburtstag auf der Seite www.partydeko.de gefunden. Man kann dort die Deko zum Kindergeburtstag bestellen . Natürlich gibt es auch noch andere Seiten, die solche Artikel anbieten.
Ich habe mich neulich gefragt, wie lange sollten Kinder eigentlich Lauflernschuhe tragen?
Mein Sohn ist kürzlich drei geworden und ich habe ihm seit er die ersten Gehversuche gemacht hat, immer Babyschuhe oder später dann Kinderschuhe mit erhöhtem Schaft und weicher Sohle gekauft, was einen Lauflenschuh ja ausmacht. Ich habe immer Markenschuhe gekauft, was bei dem schnellen Wachstum von Kinderfüßen im ein oder anderen Jahr ziemlich ins Geld gegangen ist. Nun ist er drei Jahre alt und ich denke, ich kann jetzt auch Schuhe ohne erhöhten Schaft kaufen.
Schwierig finde ich auch, die richtige Größe zu bestimmen. Ich hole mittlerweile immer die Sohle aus dem Schuh heraus und lasse meinen Sohn sich daraufstellen. Wenn dann vorne noch etwa einen daumenbreit Platz ist, ist das in Ordnung. Da ich meistens die gleiche Marke an Halbschuhen oder Sandalen kaufe, kann ich auch prima, wenn die getragenen zu klein werden, die nächste Größe online bestellen. Die passen dann optimal.
Ich habe mal jemanden gefragt, warum Baby-und Kinderschuhe eigentlich so teuer sind. Zur Antwort habe ich bekommen, weil der Aufwand der Herstellung der gleiche ist.
Aber gebrauchte Schuhe würde ich meinen Kindern nicht anziehen, Geld hin oder her. Das Fußbett wurde von einem anderen Kind vorgeprägt und führt somit zur einer verfälschten Fußhaltung und damit vielleicht zu Schäden, die den gesamten Knochenapparat betreffen.