Archiv der Kategorie: 1. Lebensjahr

Wie mache ich die Wohnung kindersicher?

Spätestens wenn Ihr Baby anfängt sich zu bewegen, wie rollen , robben oder krabbeln, sollten Sie die Wohnung kindersicher machen. Hier einige Tipps von mir, auf was Sie achten sollten. Am besten kriechen Sie selbst mal auf allen vieren durch Ihre Wohnung und schauen, an was Sie alles herankommen. Die Dinge und Gegenstände, bei denen Sie nicht möchten, dass Ihr Baby sie in die Hände bekommt, sollten Sie also höher stellen.

Weiter geht es dann mit der Sicherung der Steckdosen. Diese sehr wichtige Sicherung lohnt sich für die ersten Jahre durchaus, denn das Baby steckt vielleicht nur mal einen Finger rein, der dreijährige dann auch schon mal den Schraubenzieher oder einen Nagel. Als nächstes kommem scharfe Ecken und Kanten dran. Hierfür kann man im Fachhandel spezielle Polster oder Eckenschützer kaufen. Gerade bei Tischecken oder Fensterbänken in Kinderkopfhöhe sehr sinnvoll. Die Absicherung der Treppen ist die nächste und wichtigste Aufgabe. Hierfür verwendet man am besten Treppenschutz- und Türschutzgitter. Kleine Kinder sind schneller als man glaubt.

Ansonsten gilt natürlich alles zuverschließen, was für ein Baby gefährlich werden könnte, wie scharfe Gegenstande (Messer, Schere), Medikamente, Mülleimer und Putzmittel. Zumindest sollte man diese so hoch stellen, dass das Kind auf gar keinen Fall ran kommt. Auch nicht mit Hilfe eines Stuhls oder anderen Kletterhilfen.

Bei aller Absicherung haben wir zu Hause darauf geachtet, dass wir uns trotzdem noch wohl fühlen. Die Stehlampe blieb, wo sie war und auch die Lautsprecherboxen wurden nicht weggeräumt. Es ging ja keine direkte Gefahr von ihnen aus. Ich denke, Kinder müssen auch lernen, dass manche Dinge Mama und Papa gehören und das sie diese nicht anzufassen haben.

Fieberkrampf

Heute vor einer Woche hatte meine Tochter einen Fieberkrampf. Es war das schrecklichste, was ich in meinem Leben bisher erlebt habe. Meine Tochter ist Ende Dezember ein Jahr alt geworden. Sie hatte am Tag des Fieberkrampfes keinerlei Krankheitsanzeichen. Wir haben sie wie immer ins Bett gebracht. Sie ist dann auch sofort eingeschlafen, wurde allerdings nach einer Stunde wieder wach. Sie blabberte vor sich hin. Wir sind erstmal nicht ins Zimmer gegangen, da das in den letzten Wochen öfters mal vorkam. Kurze Zeit später hörten wir über das Babyfon komische Geräusche. Wir überlegten, was sie wohl da mache und schließlich ging mein Mann nach ihr schauen. Er rief mich und als ich ihr Zimmer betrat, übergab mein Mann mir mein bewusstloses Kind. Sie verdrehte die Augen und war völlig schlaff. Ich bat meinen Mann den Notarzt zurufen. Ich war total schockiert. Im ersten Moment dachte ich, sie würde sterben. Im nächsten Moment sah ich, dass sie atmete, zwar unregelmäßig, aber sie war nicht blau. Der Mann von der Rettungsleitstelle beruhigte uns etwas und so warteten wir auf den Notarzt. Meine kleine schlief derweil auf meiner Schulter ein. Als der Rettungswagen eintraf, wurde sie wieder wach und begann zuschreien. Wir wurden mit ihr in die nächste Kinderklinik gebracht. Der Aufenthalt in der Notaufnahme war für meine Tochter sehr traumatisch. Mir ist klar, dass man das Kind untersuchen muss, aber in den Tagen in der Klinik war sie völlig verängstigt. Nach zwei Tagen Klinikaufenthalt, einigen Infusionen und fiebersenkenden Medikamenten durften wir dann wieder nach Hause. Sie schlief in der ersten Nacht daheim 14 Stunden am Stück. Sie war sehr erschöpft. Das EEG wurde drei später poststationär gemacht.
Ihr geht es wieder sehr gut und ich hoffe, das wir einen Fieberkrampf nicht noch einmal erleben müssen. Ich brauche nun auch erstmal ein bißchen Zeit, um das erlebte zuverarbeiten. Ich dachte mein Kind stirbt. Ich kann garnicht sagen, wie schrecklich dieses Gefühl war. Heute weiß ich, dass ein Fieberkrampf eigentlich nichts lebensbedrochliches ist, aber wenn man sein Kind bewusstlos findet, ist das ein riesen Schock. Bei jedem Rauschen des Babyfons würde ich am liebsten nach ihr sehen. Trotzallem sollte man sie jetzt nicht in Watte packen und übervorsichtig mit ihr umgehen. Sie soll sich ja normal entwickeln dürfen.

Kuhmilch für Säuglinge

Meine Tochter ist nun fast zehn Monate alt und bekommt schon eine ganze Weile ihren Abendbrei mit Vollmilch. Da dachte ich mir, naja, dann kannst du nun bestimmt auch bald die Pre-Milchnahrung durch Kuhmilch ersetzen. Ich war der Überzeugung, dass das ziemlich unproblematisch wäre, aber als ich mich nun damit beschäftigt habe, war ich sehr überrascht, dass Kuhmilch im ersten Lebensjahr immer noch gegeben werden soll. Die Ernährungsempfehlungen ändern sich ja irgendwie ständig. Bei meinem Sohn (mittlerweile fast vier) wurde einem gepredigt, man solle den Speiseplan im ersten Lebensjahr möglichst langweilig gestalten. Bloß keine Vielfalt. Heute wird mir gesagt, ich soll auf jeden Fall möglichst viele verschiedene Gemüsesorten einführen, da dann die Chance größer sei, dass sie mit zwei Jahren auch noch viel Gemüse mag. Aber naja, bei der Kuhmilch hat sich nicht viel getan. Bis zum ersten Geburtstag möglichst keine Kuhmilch in reiner Form aus der Flasche. Im Brei ist es wohl kein Problem, da die Milch für die Zubereitung erstmal aufgekocht wird und nach dem Abkühlen dann mit den ausgewählten Getreideflocken vermischt wird. Die Gründe, warum Kuhmilch nicht zu früh gegeben werden darf, sind folgende: Zum einen natürlich die Gefahr die Allergie, zum anderen ist die Zusammensetzung der Kuhmilch nicht auf die Bedürfnisse von Säuglingen abgestimmt (ist ja eigentlich für Kälber gedacht :-)). Sie ist auch ein schlechter Calciumlieferant. Man kann und soll Milchprodukte, wie Johgurt und Käse füttern. Wenn man dann, nach dem ersten Lebensjahr auf Kuhmilch umstellt, sollte das Kind auch nicht mehr als 200 ml pro Tag davon trinken. Naja, nun bin ich wieder um einiges schlauer!

Baby- und Kinderschuhe

Ich habe mich neulich gefragt, wie lange sollten Kinder eigentlich Lauflernschuhe tragen?

Mein Sohn ist kürzlich drei geworden und ich habe ihm seit er die ersten Gehversuche gemacht hat, immer Babyschuhe oder später dann Kinderschuhe mit erhöhtem Schaft und weicher Sohle gekauft, was einen Lauflenschuh ja ausmacht. Ich habe immer Markenschuhe gekauft, was bei dem schnellen Wachstum von Kinderfüßen im ein oder anderen Jahr ziemlich ins Geld gegangen ist. Nun ist er drei Jahre alt und ich denke, ich kann jetzt auch Schuhe ohne erhöhten Schaft kaufen.

Schwierig finde ich auch, die richtige Größe zu bestimmen. Ich hole mittlerweile immer die Sohle aus dem Schuh heraus und lasse meinen Sohn sich daraufstellen. Wenn dann vorne noch etwa einen daumenbreit Platz ist, ist das in Ordnung. Da ich meistens die gleiche Marke an Halbschuhen oder Sandalen kaufe, kann ich auch prima, wenn die getragenen zu klein werden, die nächste Größe online bestellen. Die passen dann optimal.

Ich habe mal jemanden gefragt, warum Baby-und Kinderschuhe eigentlich so teuer sind. Zur Antwort habe ich bekommen, weil der Aufwand der Herstellung der gleiche ist.

Aber gebrauchte Schuhe würde ich meinen Kindern nicht anziehen, Geld hin oder her. Das Fußbett wurde von einem anderen Kind vorgeprägt und führt somit zur einer verfälschten Fußhaltung und damit vielleicht zu Schäden, die den gesamten Knochenapparat betreffen.

Tragen im Tragetuch

Ich trage meine Tochter im Tragetuch seit sie etwa zwei Wochen alt ist und ich wollte mal meine Erfahrungen vom Tragen im Tragetuch niederschreiben.
Ich habe mir mein Tuch in einem Weltladen gekauft. Im Vorfeld habe ich mich über die nötige Länge im Internet informiert. Ich bin etwa 168 cm groß und wiege etwa 60 Kilo. Mein Tuch musste 4,50 m bis 4,70 lang sein, um alle Tragevarianten binden zu können.
Meine Hebamme zeigte mir die Doppel-X-Trage, die man schon bei zwei Wochen alten Babys anwenden kann. Es war von Anfang an völlig einfach vom Handling. Ich hatte die Bindetechnik schnell drauf.
Die kleine fühlte sich sichtlich wohl, so nah bei mir und schlief direkt ein. Seither trage ich sie im Tuch, wenn sie mal einen nicht so guten Tag hat und viel Nähe braucht. Ich habe dann trotzdem beide Hände frei, um Dinge zu erledigen, die sich nicht aufschieben lassen oder kann mit meinem Sohn spielen. Meiner Tochter gefällt das Getragen werden im Tuch sehr und ich kann es nur weiterempfehlen. Ich frage mich, warum ich das nicht schon bei meinem ersten Kind gemacht habe.