Alle Beiträge von anja

Kuhmilch für Säuglinge

Meine Tochter ist nun fast zehn Monate alt und bekommt schon eine ganze Weile ihren Abendbrei mit Vollmilch. Da dachte ich mir, naja, dann kannst du nun bestimmt auch bald die Pre-Milchnahrung durch Kuhmilch ersetzen. Ich war der Überzeugung, dass das ziemlich unproblematisch wäre, aber als ich mich nun damit beschäftigt habe, war ich sehr überrascht, dass Kuhmilch im ersten Lebensjahr immer noch gegeben werden soll. Die Ernährungsempfehlungen ändern sich ja irgendwie ständig. Bei meinem Sohn (mittlerweile fast vier) wurde einem gepredigt, man solle den Speiseplan im ersten Lebensjahr möglichst langweilig gestalten. Bloß keine Vielfalt. Heute wird mir gesagt, ich soll auf jeden Fall möglichst viele verschiedene Gemüsesorten einführen, da dann die Chance größer sei, dass sie mit zwei Jahren auch noch viel Gemüse mag. Aber naja, bei der Kuhmilch hat sich nicht viel getan. Bis zum ersten Geburtstag möglichst keine Kuhmilch in reiner Form aus der Flasche. Im Brei ist es wohl kein Problem, da die Milch für die Zubereitung erstmal aufgekocht wird und nach dem Abkühlen dann mit den ausgewählten Getreideflocken vermischt wird. Die Gründe, warum Kuhmilch nicht zu früh gegeben werden darf, sind folgende: Zum einen natürlich die Gefahr die Allergie, zum anderen ist die Zusammensetzung der Kuhmilch nicht auf die Bedürfnisse von Säuglingen abgestimmt (ist ja eigentlich für Kälber gedacht :-)). Sie ist auch ein schlechter Calciumlieferant. Man kann und soll Milchprodukte, wie Johgurt und Käse füttern. Wenn man dann, nach dem ersten Lebensjahr auf Kuhmilch umstellt, sollte das Kind auch nicht mehr als 200 ml pro Tag davon trinken. Naja, nun bin ich wieder um einiges schlauer!

Sekundendiebe

Was sind Sekundendiebe? Ich habe dieses Wort kürzlich irgendwo gehört. Ich weiß allerdings nicht mehr wo. Ich weiß nur noch, dass es darum ging, dass einem Leute die eigene Zeit stehlen, in dem sie Dinge einfach liegen lassen, wie zum Beispiel Dreck oder Arbeit in anderer Form, die man dann ungerechterweise selbst erledigen muss. Heute morgen hatte ich mich mal wieder an die Hausarbeit gemacht. Mein Mann und mein Sohn haben sich auf den Spielplatz verzogen, allerdings nicht ohne vorher den Sand, der sich noch vom letzten Spielplatzaufenthalt in den Schuhen befunden hatte, auf der Treppe im Flur zu hinterlassen. Ich habe mich dann mit meiner kleinen Tochter daran gemacht, das Chaos in unserem Haus zu beseitigen. Als ich auf der Treppe den Sandhaufen erblickte, musste ich wieder an das Wort Sekundendiebe denken und beim Aufsaugen des Berges überlegte ich mir, wieviele Sekunden das jetzt waren! Nachdem ich die Unordnung im Rest des Hauses einigermaßen in den Griff bekommen hatte, kamen Mann und Sohn wieder nach Hause. Ich konnte ihn gerade noch davon abhalten den Sand aus dem Gummistiefeln erneut auf die Treppe zu schütten. Anschließend fing mein Sohn am Küchentisch an zu basteln. Kurze Zeit später war er damit wieder fertig und wollte sich in sein Zimmer verdrücken. Da kam mir das Wort Sekundendieb erneut in den Sinn und ich habe ihn zum Aufräumen ermahnt.

Tja, irgendwie bin ich schon auch selbst Schuld, dass mir so viel Zeit gestohlen wird. Ich sollte einfach mehr von meinen anderen Familienmitgliedern einfordern. Ok, ich bin manchmal auch ein bißchen pingelig, aber ich möchte es halt für uns alle schön haben. Es tut aber auch niemandem weh, die ein oder andere Kleinigkeit zu erledigen, die dann nicht von meinem Zeitkonto abgeht und wir alle zusammen mehr Zeit als Familie miteinander verbringen können. Übrigens, ich freue mich schon sehr auf unseren bevorstehenden Urlaub!

Trotzphase

Eine Kleinkindpädagogin sagte mir neulich, dass die Trotzphase inetwa die Pubertät der kleinen Kinder sei. Sie werden im Alter von etwa drei bis vier Jahren mit Gefühlen konfrontiert, die sie so noch nicht kennen und mit denen sie ertsmal lernen müssen umzugehen.

Mein Sohn war bislang nicht wirklich hartnäckig, wenn er etwas durchsetzen wollte, aber seit ungefähr 4 Wochen hat sich das ziemlich verändert. Alles fing mit einer sehr provokativen Phase an. Er versuchte den ganzen Tag über mich irgendwie herauszufordern. Danach folgten wieder ein paar ruhiger Tage bis vor zwei Wochen dann die Wutausbrüche und Bockanfälle kamen. Neulich wollte er unbedingt, dass ich meine Hände nach ihm wasche. Ich hatte sie allerdings schon vor ihm gewaschen und weigerte mich es noch einmal zutun. Er stand vor dem Waschbecken und brüllte lautstark. Ich habe ihn dann erstmal in sein Zimmer zum Beruhigen geschickt. Nach weiteren zwei Minuten toben in seinem Zimmer war der Spuk auch wieder vorbei und die Hände wurden gewaschen. Das ist nur ein Beispiel von Anfällen, die er in den vergangenen Wochen hatte. Meistens muss ich innerlich schmunzeln, aber es gibt auch Tage, an denen mich seine Wutausbrüche sehr anstrengen. Ich versuche mir dann zu sagen, dass er einfach mit diesen neuen Gefühlen noch nicht umgehen kann und es zur Entwicklung dazu gehört. Ich erkenne ihn manchmal garnicht wieder. In einem halben Jahr wird er vier und ich bin guter Dinge, dass sich die Lage dann wieder entspannt. Ein kleiner Mensch muss eben noch viel Lernen und ich freue mich schon auf die Pubertät!

Kindergeburtstag

Vergangene Woche war mein Sohn zum ersten Mal alleine zu einem Kindergeburtstag von einem Kindergartenfreund eingeladen. Er bekam eine Pirateneinladung und als auf dem Umschlag stand: „Du kannst dich gerne als Pirat verkleiden“. war mir klar, dass es sich wohl um eine Mottoparty (Piratenparty) handeln wird. Mein Sohn war natürlich begeistert. Er wollte unbedingt als Pirat verkleidet werden. Ich besorgte ein Geschenk und dieses wurde in Piratengeschenkpapier verpackt. Am Geburtstagnachmittag habe ich mein Sohn nun zur seiner ersten Fete ohne mich gebracht und ein komisches Gefühl war das schon. Er wurde vom Gastgeber-Pirat freundlich empfangen. Auf dem Tisch stand ein riesiges Piratenschiff aus Kuchenteig und Schokolade, mit Gummibärchen und Smarties verziert. Alles war piratenmäßig dekoriert. Ich verabschiedete mich und hinterließ meine Telefonnnummern für den Fall, dass irgendetwas passieren sollte. Mein Mann holte unseren Sohn drei Stunden später wieder ab. Er hatte eine Menge Spaß gehabt, mit seinen Freunden gespielt und eine kleine Tasche mit Süßigkeiten und weiteren Piratenaccesoires, wie Tattoos oder einen Luftballon dabei.

Als dann gleich die nächste Einladung hereinflatterte mit dem Thema Dinosaurier und „In einem Land vor unserer Zeit“ machte ich mir langsam Gedanken darüber, mit welcher genialen Idee ich die Kinder zum Geburtstag meines Sohnes begeistern könnte. Dieser ist zwar erst in einem halben Jahr, also im Winter, aber ich glaube heutzutage muss man da wohl ein bisschen mehr auffahren als nur Eier laufen und Sackhüpfen. Ich muss sagen, die Vorgaben der anderen Eltern setzen mich schon etwas unter Druck. Eigentlich möchte ich diesen Wettkampf nicht mitmachen, aber es wird mir wohl nichts anderes übrigbleiben, schließlich möchte ich, dass mein Sohn einen gelungenen Kindergeburtstag feiern kann und seine Freunde bei uns Spaß haben. Wie ich das anstelle überlege ich mir noch. Im Internet habe ich zumindest schon mal sehr schöne Ideen für einen Kindergeburtstag auf der Seite www.partydeko.de gefunden. Man kann dort die Deko zum Kindergeburtstag bestellen . Natürlich gibt es auch noch andere Seiten, die solche Artikel anbieten.

Lego Duplo Polizeitransporter

Vor einiger Zeit wurde ich von myToys angesprochen, ob ich mir vorstellen könnte für sie Produkte, sprich Spielwaren, zu testen. Da ich zwei kleine Kinder habe, war ich natürlich gerne dazu bereit, denn ich darf die Spielsachen nach dem Test behalten.

Irgendwann kam dann ein Paket zu uns nach Hause. Ich hatte lediglich darum gebeten etwas für Jungs im Alter von drei Jahren zubekommen. Als ich das Paket öffnete, war ein Lego Duplo Polizeitransporter darin. Ich musste sehr lachen, denn als hätte myToys es gerochen, haben sie den Nagel auf den Kopf getroffen. Mein Sohn war nämlich gerade in der Polizeiphase. Wir gingen im Haus auf Streife und verhafteten imaginäre Diebe. Da er schon das Polizeiauto von Lego Duplo hatte, kam ihm der Transporter gerade recht. Wir bauten eine Polizeistation aus den schon vorhandenen Legosteinen und ich musste über Wochen jeden Nachmittag mit ihm Polizei spielen. Der Polizeitransporter ist, wie man es von Lego Duplo kennt, von bester Qualität und unzerstörbar. Er spielt sehr gerne damit.