Ich habe kürzlich in der Zeitschrift der AOK-Baden-Württemberg einen Artikel zum Thema Jungspädagogik gelesen und fand diesen sehr interessant. Ich habe einen Sohn und eine Tochter und wirklich Gedanken über das Thema habe ich mir nicht gemacht. Für uns als Eltern aber, viel mir dann auf, machen wir in der Freizeit schon sehr viel, was die Vorlieben unseres Sohnes betrifft. Er braucht zum Beispiel viel Bewegung, ist gerne draußen und räubert mit seinen Freunden rum. Dabei wird viel im Matsch und Sand gewühlt. Außerdem ist er sehr an Fahrzeugen, Technik und Werkzeugen interessiert. Er hilft gern bei der Arbeit im Garten oder beim Heimwerken mit. Aber auch ehr “weibliche” Arbeiten, wie kochen, backen oder putzen machen ihm großen Spaß und so lassen wir ihn so oft wie möglich mithelfen.
Ich habe dann mal über die Angebote im Kindergarten nachgedacht, weil dieser Artikel das spezielle Angebot in Kindergärten und Schulen anspricht. Dabei viel mir auf, dass die drei Gruppenräume für beide Geschlechter Schwerpunkte setzen. Das Verhältnis ist, wie ich finde, ausgeglichen. Auch der Außenbereich mit Matschanlage und Tretfahrzeugen bietet einiges für die Jungs. Allerdings finde ich die speziellen Angebote für Vorschule und Projekte im Thema doch eher “mädchenlastig”. Hier wird zum Beispiel eine Suppe gekocht oder sich der Bildbetrachtung gewidmet. Nicht, das ich das nicht gut finde, aber man könnte auch mal mit den Kindern statt in die Kunsthalle ins Unimogmuseum gehen. Ich habe den Artikel dann als kleine Anregung der Erzieherin meines Sohnes kopiert und sie hat diesen mit großem Interesse entgegen genommen. Das Thema Jungspädagigik war mir als nicht Pädagoge nicht wirklich präsent und doch macht man als Eltern aus dem Bauchgefühl heraus schon viel, was speziell ein Junge zu einer gesunden Entwicklung benötigt. Ich finde es wichtig, sich und seine Erziehung immer wieder zu überdenken und weiterzuentwickeln. Denn die Anforderungen der Kinder an uns und an unsere Erziehung steigt mit jedem Lebensjahr.

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