Nach der Geburt meines zweiten Kindes wurde bei der U1 eine Vierfingerfurche festgestellt. Ich hatte noch nie davon gehört und fragte bei der Ärztin nach, die die Geburt begleitet hatte. Sie sagte mir, dass eine Vierfingerfurche auf ein Syndrom, wie das Down -Syndrom hinweisen kann. Mein Mann und ich waren nun sehr verunsichert. Ich wollte eigentlich ambulant entbinden und möglichst schnell nach Hause, aber auf Grund dieses Verdachts beschlossen wir auf den Kinderarzt zu warten.
Die Vierfingerfurche wird auch als Affen- oder Mongolenfurche bezeichnet. Sie ist eine Handlinie, die quer über der Handfläche verläuft. Ohne weitere Symptome ist die Vierfingerfurche nichts schlimmes, allerdings haben viele Menschen, die unter dem Down-Syndrom leiden eine solche.
Der Kinderarzt untersuchte unser Kind und stellte ein Herzgeräusch und einen aufgeblähten Bauch fest. Er sagte mir, dass das Herzgeräusch auf einen Herzfehler und der Bauch auf eine Darmverengung hinweisen kann, was wohl beides auch bei Down-Syndrom auftritt. Er bot mir an, noch einen Tag zu bleiben und das Kind am nächsten Tag nochmal zu untersuchen.
Ich lehnte sein Angebot allerdings ab, denn ich war mir sicher, dass mein Kind gesund ist. Als mein Mann kurz danach mit unserem großen Sohn zum Abholen ins Krankenhaus kam, zeigte er mir seine Hand und die meines Sohnes und beide hatten ebenfalls eine Vierfingerfurche und beide sind gesund. Das bestärkte mich in meiner Entscheidung, das Krankenhaus zu verlassen und das taten wir dann auch zügig.
Bei der U2 durch unsere Kinderärztin zu Hause, waren keine Auffälligkeiten mehr festzustellen. Die Vierfingerfurche hat unser Baby nun und ist damit kerngeund.

Kommentar abgeben