Trotzphase

Eine Kleinkindpädagogin sagte mir neulich, dass die Trotzphase inetwa die Pubertät der kleinen Kinder sei. Sie werden im Alter von etwa drei bis vier Jahren mit Gefühlen konfrontiert, die sie so noch nicht kennen und mit denen sie ertsmal lernen müssen umzugehen.

Mein Sohn war bislang nicht wirklich hartnäckig, wenn er etwas durchsetzen wollte, aber seit ungefähr 4 Wochen hat sich das ziemlich verändert. Alles fing mit einer sehr provokativen Phase an. Er versuchte den ganzen Tag über mich irgendwie herauszufordern. Danach folgten wieder ein paar ruhiger Tage bis vor zwei Wochen dann die Wutausbrüche und Bockanfälle kamen. Neulich wollte er unbedingt, dass ich meine Hände nach ihm wasche. Ich hatte sie allerdings schon vor ihm gewaschen und weigerte mich es noch einmal zutun. Er stand vor dem Waschbecken und brüllte lautstark. Ich habe ihn dann erstmal in sein Zimmer zum Beruhigen geschickt. Nach weiteren zwei Minuten toben in seinem Zimmer war der Spuk auch wieder vorbei und die Hände wurden gewaschen. Das ist nur ein Beispiel von Anfällen, die er in den vergangenen Wochen hatte. Meistens muss ich innerlich schmunzeln, aber es gibt auch Tage, an denen mich seine Wutausbrüche sehr anstrengen. Ich versuche mir dann zu sagen, dass er einfach mit diesen neuen Gefühlen noch nicht umgehen kann und es zur Entwicklung dazu gehört. Ich erkenne ihn manchmal garnicht wieder. In einem halben Jahr wird er vier und ich bin guter Dinge, dass sich die Lage dann wieder entspannt. Ein kleiner Mensch muss eben noch viel Lernen und ich freue mich schon auf die Pubertät!

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