Eine normale Geburt des Babys verläuft immer in vier Phasen.
- Sie beginnt mit der Eröffnungsphase:
Durch diese Phase wird die Geburt eingeleitet. Es setzen die Eröffnungswehen ein. Zuerst wird durch diese Wehen der Muttermund verkürzt, anschließend geöffnet bis er eine Größe von etwa 10 cm erreicht hat. Je weiter sich der Muttermund öffnet, desto stärker werden die Wehen.
Die Eröffnungsphase dauert am längsten, zwischen 4 und 24 Stunden.
In dieser Phase platzt meist die Fruchtblase. Das Baby rutscht nun noch tiefer ins Becken der Frau. Hilfreich in dieser Phase der Geburt ist es, wenn ihr euch immer wieder sagt: “Diese Wehe kommt nicht wieder, die habe ich hinter mir!” Mit jeder überstandenen Wehe kommt ihr eurem Baby ein Stückchen näher. - Übergangsphase:
In dieser Phase sind die Wehen am stärksten. Der Gebärmuttermund ist nun vollständig geöffnet. Das Baby muss allerdings noch weiter ins Becken rutschen. Viele Frauen glauben in der Übergangsphase die Geburt nicht zu überstehen und wollen sterben. Hier ist die Unterstützung durch den Partner, der Begleitperson oder der Hebamme von großer Bedeutung. Manche Frauen haben nun auch schon den Drang zu pressen, sollten aber versuchen diesem Drang nicht nachzugeben, wenn die Hebamme noch davon abrät. Diese Phase dauert zum Glück nicht sehr lange. - Austreibungsphase:
Diese Phase nennt man auch die Presswehenzeit. Das Kind ist nun auf dem Beckenboden angekommen und füllt das kleine Becken komplett aus. Man verspürt deshalb einen enormen Druck auf den Enddarm, es fühlt sich so an, als müsste man groß auf die Toilette. Der Drang das Baby hinauszuschieben ist sehr groß und sie sollten unter Anleitung der Hebamme bei jeder Wehe in Richtung Damm mitpressen. Falls der Damm droht zu reißen, wird ein Dammschnitt gemacht. Die Austreibungsphase kann von 30 Minuten bis mehrere Stunden dauern. Die Abstände der Wehen sind meist etwas länger.
Wenn das Köpfchen des Babys geboren ist, ist das Schlimmste überstanden. Nun werden die Schultern und dann der Rest des kleinen Wesens geboren und sie haben es geschafft und können ihr Neugeborenes in die Arme schließen.
Die Geburt ist allerdings noch nicht vorbei. - Nachgeburtsphase:
Etwa 10 bis 30 Minuten nachdem das Baby auf die Welt gekommen ist, löst sich der Mutterkuchen (Plazenta) von der Gebärmutterwand durch die Nachgeburtswehen ab. Sie müssen nun noch einmal kurz mitschieben, um diese “zu gebären”. Die Plazenta wird von der Hebamme auf Vollständigkeit überprüft, da es zu Entzündungen kommen kann, wenn Reste davon in der Gebärmutter verbleiben.
Anschließend wird der Damm unter lokaler Narkose genäht, falls dieser geschnitten wurde.
Ich fand die Übergangsphase am schmerzhaftesten und ich dachte, ich würde ohnmächtig vor Schmerz. Ich habe mir zu diesem Zeitpunkt eine PDA (=Periduralanästhesie) machen lassen.

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