Am Anfang war es eine ziemliche Herausforderung mit meinem Sohn das Haus zuverlassen. Ich kann mich noch ganz genau an “das erste Mal” erinnern! Ich musste einige Tage nach der Geburt zu einer Nachsorgeuntersuchung zu meiner Ärztin. Da mein Mann arbeiten musste, habe ich den kleinen mitgenommen. Ich habe ihn circa eine halbe Stunde vorher angezogen und in seinen Autositz gelegt. Ich war irre aufgeregt. Dann habe ich ihn zum ertsen Mal ins Auto gepackt und bin los gefahren. Bei der Ärztin war er die ersten paar Minuten noch ganz ruhig, aber dann ging´s auch schon los! Ich wollte im Anschluss eigentlich noch einkaufen gehen, aber das habe ich dann gelassen und war sehr froh, als ich wieder zu Hause war. Ich war danach ziemlich erledigt.
Nach und nach wurde ich gelassener. Ich habe den kleinen mit zum Einkaufen oder auch zu Freunden genommen. Mit der Zeit hat man das alles im Griff. Die Wickeltasche ist schnell gepackt, man weis mittlerweile, was man unterwegs braucht:
- Trinkflasche(n),
- Milchpulver im Portionierer,
- abgekochtes Wasser in der Thermosflasche,
- Lätzchen und Spucktuch,
- Windeln,
- Feuchttücher evtl. Wundschutzcreme,
- frische Kleidung,
- Wickelunterlage.
Wenn ich weiter weg gefahren bin, um z.B. Freunde zu besuchen, habe ich immer eine Portion Nahrung mehr mitgenommen als nötig war. Man weis ja nie, was passiert, vielleicht steht man im Stau! Außerdem habe ich es vermieden mit meinem Sohn alleine Autobahn zu fahren. Auf der Landstraße kann man doch schneller mal anhalten. Es war eine große Erleichterung für mich, als ich eine Auto mit abschaltbarem Beifahrerairbag bekommen habe und mein Sohn mit mir vorne sitzen konnte. So hatte ich ihn immer im Blick und an einer roten Ampel kann man schnell mal den Schnuller wieder reinstecken.
Auch das Füttern außerhalb unserer Wohnung war anfangs etwas komisch. Einen Platz zum Füttern zu finden und die Flasche zur richtigen Zeit trinkfertig zu haben, hat mich anfangs ziemliche Nerven gekostet! Als ich dann Beikost eingeführt habe, wurde es noch schlimmer! Aber auch diese Aufregung geht irgendwann vorbei. Frauen, die stillen haben da sicherlich noch mehr Probleme einen Platz zu finden, an dem sie ungestört ihr Baby füttern können.
Aber, es ist für mich auch heute noch sehr stressig, wenn ich mit dem kleinen irgendwo alleine hinfahre. Ich bin da wahrscheinlich noch nicht locker genug! Ich werde euch berichten, ob sich das irgendwann ändert!
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