Das ist eine der Fragen, die man nicht generell beantworten kann. Ich kann euch nur erzählen, wie es bei uns war, und was wir dafür getan haben.

Ich habe mal gelesen, dass ein Säugling nachts eigentlich nichts mehr zu trinken benötigt, wenn es ein Körpergewicht von 4500 gr. erreicht hat. Dass die Realität anders aussieht, wissen wir alle! Es ist von vielen verschiedenen Faktoren abhängig, ob ein Baby früh durchschläft oder nicht. Ich denke, es liegt zu erst mal am Kind. Manche Babys schlafen einfach besser als andere. Zum zweiten liegt es auch sicherlich daran, ob ein Säugling gestillt wird oder die Flasche bekommt. Des weiteren kann man noch eine Menge von Faktoren aufzählen, wie z.B. der Tagesablauf, die dazu beitragen, ob ein Baby durchschläft oder nicht.

Bei Säuglingen bedeutet durchschlafen, dass sie etwa sechs bis acht Stunden am Stück schlafen, ohne dass sie nach Nahrung verlangen.

Mein Sohn hat zum ersten Mal nach circa sieben Wochen durchgeschlafen, also von 23 Uhr abends bis 8 Uhr morgens. Er hat von Anfang an die Flasche bekommen. Zu dem haben wir nach etwa fünf Wochen damit begonnen ihm jeden Abend bevor wir ins Bett wollten, so gegen 23 Uhr, eine Flasche zu geben, egal wann er vorher getrunken hat (natürlich sollte ein Abstand von mindestens zwei Stunden zwischen den Flaschen eingehalten werden!). Irgendwann ist er nachts dann einfach nicht mehr gekommen bzw. wollte eben erst gegen acht Uhr morgens etwas trinken. Er wog zu diesem Zeitpunkt schon etwa fünf Kilogramm.

Nachdem er dann die “Frühstücksflasche” einige Tage zur gleichen Zeit getrunken hat, habe ich angefangen ihm in regelmäßigen Abständen (etwa alle 4 Stunden) eine Flasche zu geben. Er bekam also gegen acht Uhr, zwölf Uhr, sechszehn Uhr, zwanzig Uhr und dreiundzwanzig Uhr etwas zu trinken, ob er nun danach verlangte oder nicht. Die ersten Wochen musst ich ihn manchmal wecken, aber er hat sich dann schnell daran gewöhnt. Er hatte somit einen Essrhythmus von uns bekommen und verlangte außerhalb seiner Trinkzeiten auch nicht mehr nach Nahrung.

Als mein Sohn etwa fünf Monate alt war, haben wir die Flasche um 23 Uhr weggelassen. Er hat da eh nur noch eine kleine Menge getrunken und auch nur weil wir sie ihm im Schlaf gefüttert haben. Er schläft seither von neun Uhr abends bis sieben Uhr morgens durch.

Die Methode, dem Baby feste Trinkzeiten anzugewöhnen, halten viele Eltern heute für veraltet. Für unser Kind und uns war es genau die richtige Methode. Er ist viel zufriedener und muss nicht immer weinen, weil er Hunger hat. Er bekommt sein Trinken sozusagen automatisch.

Wir fühlen uns natürlich auch deutlich besser, seitdem wir wieder ein paar Stunden mehr am Stück schlafen können!

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