PEKiP ist die Abkürzung für Prager Eltern-Kind-Programm. Es basiert auf die Forschung des Pragers Psychologen Jaroslav Koch, der Bewegungs- und Spielanregungen für das Baby entwickelte. Die Psychologin Christa Ruppelt und der Sozialwissenschaftler Hans Ruppelt konzipierten daraus ein Gruppenprogramm für junge Eltern. PEKiP begleitet das Baby und seine Eltern in ihrer Entwicklung im ersten Lebensjahr des Säuglings. Es unterstützt den Aufbau einer positive Beziehung zwischen Eltern und Kind.
Außerdem:
- treffen gleichaltrige Babys aufeinander
- spielen und bewegen sie sich
- lernen voneinander
- tauschen sich aus
- haben Eltern und Kinder Zeit füreinander
- werden Fähigkeiten entdeckt
- wird gemeinsam neues ausprobiert
- tauschen sich Eltern aus
- Anregung für Eltern entwicklungsgerecht sich mit dem Baby zu beschäftigen
Die Babys sind beim PEKiP nackt, denn dadurch können sie sich freier bewegen. Im Mittelpunkt des PEKiP stehen Spiel-, Bewegungs- und Sinnesanregungen für Eltern und Kind.
In der Regel beginnt man mit PEKiP, wenn das Baby sechs bis acht Wochen alt ist. Der PEKiP-Kurs, den ich mit meinem Sohn besuche, beinhaltet zehn Treffen à eineinhalb Stunden. Ich habe 90 Euro für diesen Kurs bezahlt. Wir treffen uns immer Montag vormittag. Ich habe mit PEKiP begonnen, da war mein kleiner ca. zwölf Wochen alt. Die Gruppe besteht aus acht Frauen und ihren Babys, die alle etwa gleich alt sind, und der Gruppenleiterin.
Zu Beginn jeder PEKiP-Stunde werden die Kinder mit einem Lied begrüßt. Im Anschluss folgt eine Bäuchleinrunde, bei der die Kinder alle auf den Bauch gedreht und in die Mitte gelegt werden, so dass sie sich gegenseitig anschauen können. Danach werden den Babys Gegenstände gezeigt, die sie zu Beginn des Kurses nur anschauten, mittlerweile aber auch anfassen bzw. damit spielen können. Die Gruppenleiterin sucht dann das Gespräch mit einzelnen Müttern und bespricht die individuelle Situation und gibt Hilfestellung, wenn die Notwendigkeit besteht. Im Verlauf des Kurses werden altersgerechte Kinderlieder, Reime und Fingerspiele vorgestellt. Es findet außerdem ein reger Austausch zwischen den Müttern statt. Am Ende der Stunde wird meistens noch gesungen, u.a. das Abschlusslied.
Ich gehe gern zum PEKiP und ich habe den Eindruck, dass es meinem Sohn auch gut gefällt. Natürlich ist er manchmal etwas nörgelich und am Ende der eineinhalb Stunden ziemlich müde, aber ich glaube, er mag es mit anderen Babys zusammen zu sein. Er schaut sie sehr interessiert an und lacht mit ihnen. Ich erhalte beim PEKiP Anregungen für den Umgang, das Spielen und das Trösten mit meinem Sohn und tausche mich mit anderen Müttern aus.
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