Während der Schwangerschaft und der Geburt wird der Beckenboden der Frau sehr stark belastet. Der Beckenboden besteht aus drei Muskelschichten. Diese tragen die inneren Organe und während der Schwangerschaft auch das Baby in der Gebärmutter. Es ist sehr wichtig den Beckenboden vor allem nach der Schwangerschaft aber auch generell zu trainieren, da es sonst zu einer Harninkontinenz kommen kann. Mit der Rückbildung kann man sechs bis acht Wochen nach der Geburt beginnen. Der Rückbildungskurs wird, wie der Geburtsvorbereitungskurs von der Krankenkasse bezahlt und von vielen verschiedenen Institutionen angeboten. Es gibt die Möglichkeit ihn auch in Begleitung des Babys zu absolvieren. Der Kurs umfasst zehn Einheiten a einer Stunde.
Ich hatte mich hierfür in einer Hebammenpraxis bei uns im Ort angemeldet, da ich nicht so weit fahren wollte und um eventuell noch ein paar nette Frauen kennen zu lernen. Die Rückbildung fand ohne meinen Sohn statt und so hatte ich eine Stunde in der Woche nur für mich. Uns wurden in dem Kurs Übungen gezeitgt, die hauptsächlich die tiefste der drei Beckenbodenschichten trainieren, da die anderen beiden so mittrainiert werden. Es waren aber auch Übungen für den gesamten Muskelapparat. Im Kurs wurde über alle möglichen Dinge geredet, die Frauen nach der Geburt beschäftigen. Am Ende jeder Stunde wurde dann noch eine Entspannungsübung durchgeführt.
Ich denke es ist sehr sinnvoll an einem Rückbildungskurs teilzunehmen, denn abgesehen von den oben genannten Gründe ist es einfacher in einer Gruppe, unter Anleitung etwas für den eigenen Körper zu tun. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich zu Hause alleine meinen inneren Schweinehund nicht überwinden konnte und außerdem sind die Übungen auch nur effektiv, wenn man sie richtig ausführt.
Und denkt daran: ” Neun Monate kommt der Bauch, neun Monate braucht er auch um zu gehen!”












Kommentar abgeben